Guter Anfang.


Da läuft man auf der Wunde seines eigenen aufgeschnittenen Bauchs spazieren und hält sich schon für einen Bergsteiger, im nächsten Moment ist man weich gefallen, man selbst klein genug dass es das Mehrfache der eigenen Körpergröße ist, die Strecke nämlich, weiteratmen und sich zuhause fühlen auf dem sterbenden Etwas, aber dann stürzt man doch ab und fällt weich und liegt im Warmen, dann ist man auch schon verschwunden und stirbt aber doch nicht, dann von ungefähr wird genäht und man selbst infiziert sich und um sich rum stirbt das Gewebe ab und dann ist man eine Fistel in sich, vom Magen in die Nieren und von den Nieren in die Lungen und von der Lunge ins Herz und von dort läuft Magensäure ins Blut, vorausgesetzt natürlich, man kann bei all der Zerstörung noch munter Purzelbäume schlagen, was auch erst noch zu klären sei, aber sei’s drum, wenn man den Berg besteigt, ist es sehr dumm, Purzelbäume zu schlagen.

 

Meine Cousine sagte als Kind immer: Wer Rinde isst, kann Berge steigen, wer keine isst, muss unten bleiben. Ein aufgeplatztes Brötchen sieht obenrum aus wie ein plattentektonischer Divergenzrücken. Womöglich könnte das ein guter Anfang sein.

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