Ein Kommentar.


Vielleicht lehn ich mich damit etwas arg weit aus dem Fenster, und vielleicht ist es auch etwas unverschämt oder pervers wenn ich das sage, aber mittlerweile bin ich so weit, jeden Morgen, wenn ich im Zug sitze, mir einen Suizid von irgendeiner armen Seele zu wünschen; den einzelnen hätte ich womöglich verhindern können, dass überhaupt einer passiert nicht; und wenn den Menschen wenigstens die paar Stunden Unterbrechung von dem ganzen Wahnsinn ermöglicht wird, dann ist dieser Jemand schonmal nicht umsonst gestorben… und es wäre weniger pervers und unverschämt von mir als es unverschämt und pervers ist von all jenen, die zu spät kommen und für die es dann am allerschlimmsten ist, zu spät zu ihrer überaus wichtigen Arbeit zu kommen, die so unglaublich wichtig ist, dass sie so Nichtigkeiten wie Zufälle oder Menschsein, Menschlichkeit nicht dulden, sie sich nicht leisten kann; für die diese Arbeit wichtiger ist als ihr eigenes Menschsein, das jetzt wenigstens zwei Stunden geschenkt bekommen hat, sich wieder aufzubauen… und ich finde, so lange noch irgendjemand so reagiert, kann es nicht genug Schienensuizide geben.

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Über onechordbassist

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