Eindrücke der Stadt, anders formuliert nach literarischem Vorbild.


Ein Hund. Ein Esel. Ein Hund. Sein Herr prügelt auf ihn ein, weil er nicht mehr weiterlaufen will. Er kann nun gar nicht mehr weiterlaufen, der Kopf ist noch wach…

Ein Junge, kaum zwanzig, liegt, nein, wühlt am Boden, man glaubt, er möchte sich in den Asphalt bohren, es sind Spasmen, er schreit, als würde der Teufel selbst seinen Mund besitzen…

Um ihn herum ein wunderbares Publikum. Es applaudiert über die Tricks, die er vollführt, kommentiert das Ganze und gibt ihm Ratschläge, in welche Richtung er urinieren soll…

Sie bitten die Passanten, ein bisschen Geld dazulassen für den Künstler…

 

Weitergehen.

 

Man wundert sich über das Knirschen auf dem Boden. Es sind Zähne…

Eine Jagd. Eine junge Frau rennt gackernd vor einer alten davon. Diese kann kaum einen Fuß vor den andern setzen und schimpft laut vor sich hin, es ist kaum eine existierende Sprache…

Sie schimpft, denn die junge Frau hat sie beraubt…

 

Weitergehen.

 

Jemand schreit „Hilfe! Polizei! Hilfe! Polizei!“ Die Polizei ist bei ihr. Es ist nicht der Hilferuf nach der Polizei, sondern die Warnung, dass sie da ist…

Die Polizei vergnügt sich. Das Mädchen nicht…

 

Weitergehen.

 

Weitergehen.

 

Weitergehen.

 

Aus.

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Über onechordbassist

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